pop und die welt

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pop und die welt  >> ÜBER ALASKA WINTER



Früheres Leben...
Nach einer abgeschlossenen Handwerker-Lehre und dem anschließenden Abitur über den zweiten Bildungsweg, beginnt Alaska Winter (geb. 1965 in Augsburg) seine Popmusiker-Karriere Mitte der 80er Jahre und bringt es als (wie er sich selbst bezeichnet) „ziemlich mäßiger“ Bassist und Sänger auf einige hundert Konzerte und mehrere Album-Veröffentlichungen und das sowohl beim Indie- als auch beim Major-Label.

Erste Schritte als Produzent in London...
Anfang der 90er Jahre, nach einer mehrmonatigen und (O-Ton) „ebenso teuren wie missglückten“ Albumproduktion in England, entdeckt er sein Talent, auf der anderen Seite des Mischpults zu arbeiten. Eben nicht als Musiker, sondern als dessen Motivator, Regisseur und Ideengeber.

Erfahrungen an den unterschiedlichsten Orten...
So sammelt Alaska Winter mit der Zeit immer mehr Erfahrung in internationalen Studios und ist als Produzent bzw. Co-Produzent u.a. auch in Hannover (Horus-Sound), Weilheim (Uphon), Hamburg (Boogie Park Studio), London (Orinocco, Black Wing), Reykjavik (Syrland) oder im holländischen Hilversum (Wissellord-Studios) tätig.

Einflüsse...
Dabei trifft er auf verschiedene Studio-Größen, die seine persönliche (Weiter-) Entwicklung vom Indie-Popmusiker zum Studio-Profi maßgeblich beeinflussen. Als besonders lehrreich – und das im positiven Sinne – betrachtet der Autodidakt rückblickend seine (projektbezogene) Zusammenarbeit mit den Produzenten bzw. Sound Engineers Peter Schmidt (u.a.Echt), Moses Schneider (u.a. Tocotronic), Andreas „Boogieman" Herbig (u.a.Deichkind, Udo Lindenberg), Mario Thaler (u.a. The Notwist) sowie den beiden Mastering-Assen Ronald Prent (u.a. Prince) und Michael Schwabe (u.a. Wir sind Helden) .

New York – Inspiration für das eigene Studio...
1998 begibt sich Alaska Winter für einige Monate in die USA, um dort, inspiriert von der New Yorker Musik- und Studio-Szene, das Konzept für sein eigenes Tonstudio zu entwickeln, mit dessen Bau er schon Anfang 1999, unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Deutschland, beginnt.

Die Echolotstudios in Augsburg...
Anfang 2000, nach ca. einem Jahr Bauzeit, eröffnet er in Augsburg die Echolotstudios. Dieses Tonstudio wird die lokale Popszene der drittgrößten Stadt Bayerns von Beginn an maßgeblich mitprägen. Es kann kein Zufall sein: Zu Beginn des neuen Milleniums erfährt Augsburg beinahe über Nacht eine wundersame Imagewandlung von der grauen (Pop-)Maus zur überregional beachteten „Popcity“ (LINK) und beinahe jede in diesem Zusammenhang nennenswerte Band hat irgendwie mit den Echolotstudios zu tun - oder zumindest mit dessen Macher.

Unterschiedlichste Referenzen...
Dennoch konzentriert sich Alaska Winter nicht allein auf die regionale Musikszene. Im Gegenteil. Eine große Bandbreite ist ihm wichtig. Er selbst sieht sich zwar als „Pop-Produzent“, doch ein Blick auf seine Referenzliste zeigt deutlich, wie frei er den Begriff „Pop" definiert... Anajo, Lydia Daher, die Leopold Kraus Wellenkapelle, The Montesas, Bananafishbones, Ringsgwandl, HNO, The Cheeks, Nova International, Starter, NTS, Celest und (im Ernst!) Helge Schneider. Das sind nur einige der Künstler, für die Alaska Winter als Produzent, Co-Produzent oder Recording-Engineer tätig war. Und mit seiner Arbeitsphilosophie schafft er es auch stets, scheinbar unterschiedlichste Projekte unter einen Hut zu bringen. So liefert er u.a. auch die Titelmelodie für einen mehrteiligen Fernsehfilm (mit Götz George und Andrea Sawatzki in den Hauptrollen), produziert zusammen mit der Münchner Electronic Jazz-Band Liquid Loop den Soundtrack zu Doris Dörrie's Kino-Erfolg „Nackt” (mit Heike Makatsch und Alexandra Maria Lara in den Hauptrollen), nimmt mit dem Schriftsteller Franz Dobler ein Hörbuch mit Gedichten von Jörg Fauser auf und arbeitet nach wie vor regelmäßig mit den unterschiedlichsten New-Comer-Bands zusammen, auch wenn weit und breit noch kein Label, Verlag etc. zu sehen ist. „Artist Developement" nennt er das.

Berater für (Groß-)Veranstaltungen...
Schon früh stellt Alaska Winter seine Kontakte und Erfahrungen auch als „beratender Dienstleister“ bei diversen Veranstaltungen zur Verfügung. So ist er u.a. schon in den späten 90er Jahren maßgeblich an der Gestaltung des Musikprogramms des „legendären“ Jugendkulturfestes XLarge in Augsburg beteiligt und prägt als Berater des Veranstalters das Gesamtkonzept dieser höchst erfolgreichen Veranstaltungsreihe auch erheblich mit. Doch auch bei Workshops war er schon als Panelist tätig. Zum Beispiel auch in Verbindung mit dem „John-Lennon-Music-Award“...

Anajo...
Gerade bei der Band Anajo, die Alaska Winter schon bei ihren ersten Demo-Tapes unter seine Fittiche nimmt, darf er sich getrost als „Entdecker" sehen. Das von ihm produzierte Album „Hallo, wer kennt hier eigentlich wen?" klettert 2007 auf Anhieb bis auf Platz 52 der deutschen Albumcharts. Die Single „Wenn Du nur wüsstest" im Duett mit Suzie Kerstgens (Klee) ist 5 Wochen in den deutschen Single-Charts, platziert sich auch in Österreich und ist sechs Wochen lang die Nummer eins der deutschen Campus-Charts. Winter produziert noch zwei weitere Alben der Band, führt in vier Anajo-Videoclips die Regie und arbeitet rund zehn Jahre als Manager und Berater der Band.(LINK)

Manager und Verleger...
Mittlerweile (oder besser gesagt seit Sommer 2002) ist Alaska Winter auch abseits von Mischpult und Studio als Macher aktiv und beginnt sein gutes Gespür in Sachen Pop auch in den Bereichen Management und Verlagsarbeit einzusetzen. Der Verlagsriese Warner Chappell wird auf ihn aufmerksam und bietet ihm eine eigene Verlagsedition an. Er gründet seine Edition "pop und die welt" und ist wenige Jahre später für eine kleine Auswahl an Künstlern (darunter z.B. auch Lydia Daher) beratend als Manager tätig.

International tätiger Live-Mischer...
Schon während seiner „Ausbildung“ zum Studiospezialisten arbeitet Alaska Winter so oft es geht auch als Livemischer und steht u.a. im legendären Münchner Atomic Café bei zahlreichen Konzerten internationaler Bands an den Reglern. Und auch heute erhält er immer noch Anfragen aus dem Live-Sektor. So tourte Alaska Winter u.a. als Livemischer mit der britischen Pop-Legende Lloyd Cole sowie mit Norman Blake, dem schottischen Singer/Songwriter der Kultband Teenage Fanclub, durch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Belgien und Schweden.

Lokalpolitik...
Im Sommer 2008 entdeckt die Lokalpolitik das Thema „Pop in und aus Augsburg“ als wirkungsvolles Wahlkampfthema, was teilweise zu hitzigen Diskussionen führt. Kritik, dass man hier die gerade frisch aufgeblühte lokale Pop-Szene rigoros für Wahlkampfzwecke instrumentalisiere, wird laut und (auch von Alaska Winter) öffentlich geäußert. Als die Stelle des „Popkulturbeauftragten“ geschaffen wird, macht Alaska Winter seine (als alternativer Gestaltungs-Vorschlag gehaltene) Initiativ-Bewerbung für diesen Posten öffentlich. Dabei erntet er eine enorme Medienaufmerksamkeit, die auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus geht. Nach einem persönlichen Gespräch mit dem neuen Kulturreferenten zieht er seine Bewerbung jedoch zurück.

Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg...
Herbst 2008: Alaska Winter ist Mit-Initiator und Projektleiter eines bis dato noch nie da gewesenen Musikprojektes: Eine offizielle Kooperation zwischen einer Popband und einem wissenschaftlichen Institut. Die 12 Termine umfassende Tour von ANAJO & das Poporchester der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Leopold Mozart Zentrum weckt großes Medieninteresse und übertrifft sämtliche Erwartungen. Die Songs der Band wurden dazu für die aufgestockte Big Band der Uni Augsburg umarrangiert. Der Clou an der Sache: Für die Teilnahme an diesem Projekt gab es für die Studenten einen (Seminar-)Schein. Dokumentiert wurde das umfassende Konzept u.a. auch mit einer von Alaska Winter produzierten CD/DVD mit Live- und Studioaufnahmen sowie einem Tour- bzw. Konzert-Dokumentationsfilm (erschienen bei Tapeterecords).

Studio-Schließung
Im Herbst 2009 dann der Schock: Nach langen Diskussionen verkauft die Stadt Augsburg trotz teilweise heftiger Kritik aus den Medien das denkmalgeschützte Gebäude im Herzen der Stadt, in dem sich die Echolotstudios (neben diversen Künstlerateliers und weiteren Kleinbetrieben aus dem Bereich „Kreativwirtschaft“) befinden. Der neue Besitzer will den Bau sanieren, seine zukünftige Nutzung komplett ändern und folglich auch andere Mieter suchen. Die erhoffte Hilfestellung von Seiten der Stadtregierung geht gegen null. Vergeblich versucht Alaska Winter ein passendes Miet-Objekt zu finden, in dem sich das Echolot-Konzept einigermaßen finanzierbar weiterführen lässt. Doch ohne Erfolg! Einfach „zu perfekt“ waren die vorherigen Bedingungen und zu groß die Kompromisse und das Risiko, die er jetzt hätte eingehen müssen. „Augsburgs schönstes Rock&Roll-Studio auf der ganzen Welt" muss seine Türen schließen.

Die Augsburger Allgemeine schreibt über das Studio rückblickend:

Die Echolotstudios und sein Macher Alaska Winter haben die Augsburger Popszene in den letzten zwei Jahrzehnten mitgeprägt. Anajo, Starter, Nova International und Lydia Daher produzierten hier, aber auch diverse nationale Bands wie z.B. die Bananafishbones oder HNO aus der Schweiz. Doch das Studio war auch ein gefragter Ausbildungsplatz. Gut ein Dutzend Praktikanten absolvierten hier ein Praktikum und auch die Ausbildung einer "Kauffrau für Audiovisuelle Medien" - die einzige in Schwaben - kann Alaska Winter voller Stolz vorweisen. Darüber hinaus war das Studio über Jahre hinweg Sponsor des BDJ-Wettbewerbs.

Auch das (über-) regionale und lokale Fernsehen beschäftigt sich mit dem Thema: Der Bayerische Rundfunk und Augsburg TV berichteten....

Neustart...
Sommer 2010: Alaska Winter ist mit der Auflösung der Echolotstudios beschäftigt, arbeitet aber gleichzeitig schon an dessen Nachfolger. Das neue Studio-Konzept soll schlanker, dafür aber wesentlich flexibler und somit nicht an einen Ort gebunden sein.

Sommer: 2011: Endlich! Alaska Winter geht mit seinem neuen Dienstleistungs-Gesamtkonzept an den Start, das neben der Komponente „Tonstudio“ auch noch viele weitere Elemente beinhaltet.

Es heißt: pop und die welt und funktioniert - wie der Name schon verrät – (fast) überall...